Ben Rech überrascht bei der Deutschen Enduro-Meisterschaft mit Rang 7

Deutsche Enduro-Meisterschaft - Treuchtlingen, 24.10.2021

211024 DM Enduro Treuchtlingen BRech im Sprung webVor rund eineinhalb Jahren hat Ben Rech seine Leidenschaft für das Endurofahren entdeckt. Ein Endurorennen besteht aus mehreren Wertungsprüfungen oder Stages, die durch nicht ge­zeitete, aber strikt einzuhaltende Überführungs- oder Transferetappen miteinander verbunden sind. Die Zeiten der Stages werden zum Endergebnis addiert. Sie führen überwiegend bergab, beinhalten aber auch immer wieder Tret- oder kurze Passagen bergauf, während es auf den Transferetappen für die Fahrer wieder nach oben geht.

Eigentlich wollte Ben bereits im letzten Jahr bei der Deutschen Meisterschaft starten. Doch Corona machte einen Strich durch die Rechnung und auch heuer sah es zunächst schlecht aus. Umso mehr freute er sich, dass sich nach vielen Verschiebungen und gespanntem Warten mit dem RC Weißenburg Germania doch noch ein Ausrichter für die Meisterschaft fand und er nun zeigen konnte, wie gut ihm der Wechsel vom Cross-Country zur neuen Disziplin gelungen ist.

Am 23. Oktober reiste er also voller Neugier nach Treuchtlingen im Altmühltal, um an seiner ersten Deutschen Enduro-Meisterschaft in der Altersklasse U19 (Junioren) teilzunehmen.

Tags darauf war sein erster Start für 9:35 Uhr angesetzt. Bei eisigen Temperaturen machte er sich auf den Weg hinauf zum Start der ersten Stage. Coronabedingt gab es im Vorfeld kein Training auf der insgesamt etwa 28 km langen Strecke, so dass alle Stages „blind“ – also ohne vorheriges Befahren – zu absolvieren waren.

Die ersten beiden Prüfungen waren eher einfach und kurz, denn in Treuchtlingen sind die Berge ja nicht sehr hoch. Aber das machte nichts, denn alle waren heiß darauf, sich endlich wieder miteinander messen zu können. Ben fuhr diese beiden Stages fast fehlerfrei.

Stage 3 war etwas länger als die ersten beiden. Als er das Ziel schon vor sich sah, „folgte noch eine Rechtskurve, die mir fast zum Verhängnis wurde, denn ich rutschte im Kies weg und unter der Absperrung durch. So schnell wie möglich rappelte ich mich wieder auf, schob mein Bike auf die Strecke zurück, schwang mich in den Sattel und konnte den Zeitverlust halbwegs in Grenzen halten.“ In die Karten spielte ihm dabei, dass einige seiner direkten Konkurrenten das­selbe Schicksal ereilte – es war also halb so wild. Und es standen ja noch Stage 4-6 auf dem Programm. Diese hatten ein paar Raffinessen, waren für den Geschmack des ambitionierten Grün-Weißen jedoch auch zu kurz und technisch zu einfach. Sie gelangen ihm aus eigener Sicht „ohne Fehler“ und so wurde er im Ziel zunächst auf Rang 3 geführt. Doch es kamen ja noch einige nach ihm … Am Ende reichte es für Platz 9, gleichbedeutend mit Rang 7 in der Meisterschaftswertung der Junioren. „Ich denke, darauf kann ich stolz sein. War schließlich meine erste Enduro-DM und meine Leistung ist sicher noch ausbaufähig“, so sein Resümee.

Zwei weitere Biker aus dem noch kleinen Enduroteam der équipe vélo komplettierten die tolle Leistung: Christoph Eichinger gelang ein ebenso hervorragender 7. Platz bei den Masters 2 und Per Tautorat beendete die sechs Stages in der Eliteklasse der Männer als 83. im Mittelfeld.