Simon Potstada vertritt bei der TFJV erstmals die deutschen Farben

Trophée de France des Jeunes Vététistes - Alpe d'Huez/F - 2. bis 6. August 2021

Der Einstand von Simon Potstada im BDR-Trikot ist gelungen. Beim renommierten MTB-Teamwettbewerb TFJV in den französischen Alpen hat er sich super geschlagen und nach vier Prüfungen als 21. der Gesamtwertung mehr als nur einen Achtungserfolg erzielt, denn auch am 3. Platz seines Teams hat er damit großen Anteil.

Das schrieb der Tölzer Kurier über den équipe-vélo-Biker:

MOUNTAINBIKE

Potstada: Erstmals im Nationaltrikot

Alped’Huez/Lenggries – In Al­pe d´Huez, vielen bekannt als Etappenzielort bei der Tour de France, traf sich die Elite europäischer, insbe­sondere französischer, bel­gischer und deutscher Nachwuchsmountainbiker zur Trophée de France des Jeunes Vétéstistes (TFJV). Der Bundestrainer hat in den Altersklassen U 13 bis U 17 vier Fahrer und zwei Fahrerinnen aus Deutsch­land nominiert. Der Gaißacher Simon Potstada von den KTM Youngsters Bayern durfte aufgrund seiner gu­ten Ergebnisse bei den Bundesnachwuchssichtungen und der Jugendeuropameis­terschaft in Italien zum ers­ten Mal im Trikot der Natio­nalmannschaft an den Start gehen. „Es war ein tolles Er­lebnis, ich bin stolz, dabei gewesen sein zu dürfen.“

Auf dem Programm stan­den Staffel, Trial, Cross-Country und Downhill. Der Einlauf der Teams wurde wie bei der Eröffnungsfeier bei Olympia mit großem Spektakel, musikalischen und tänzerischen Darbie­tungen zelebriert. Potstada heizte die Stimmung per Megaphon an und freute sich über neue Bekannt­schaften mit den Franzosen.

Gut verkauft beim Downhill: Der Gaißacher Simon Potstada.

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Tags darauf gewann er mit dem deutschen Team souverän die Staffel, dann folgte der Trial-Wettbewerb, bei dem es um Ge­schicklichkeit und Radbe­herrschung ging. Es muss­ten Parcours aus mehreren Sektionen mit unterschied­lich schwierigen Hindernis­sen durchfahren werden. Bei Fahrfehlern gab es Punktabzüge. Dem Gaißacher gelang keine gute Per­formance auf dem nassen und tiefen Untergrund. Er hatte gegen die starken Franzosen, die diese Diszip­lin intensiver trainieren, keine Chance.

Dafür sicherte er sich beim Cross-Country-Rennen als 15-jähriger noch jüngerer Jahrgang in der U 17, un­ter 80 Konkurrenten nach einer rasanten Aufholjagd als drittbester Deutscher Rang 19. Auch beim abschließenden Downhill-Rennen verkaufte er sich gut. Die Disziplin mit einer Strecke gespickt mit Steil­kurven, Steinfeldern und Sprüngen, stand bisher nicht auf Potstadas Trainingsplan, da dies in Deutschland kaum trainiert wird. Mit seinem wenig ge­federten Mountainbike hat­te er zudem Materialnach­teile gegenüber den Downhill-Spezialisten aus den französischen Regio­nen. Trotzdem verbesserte er seine Fahrzeit im zweiten Lauf um drei Sekunden ge­genüber dem ersten.

In der Gesamtwertung reichte es für das deutsche Team zum dritten Platz in der Teamwertung.        nic