Michi Stocker mischt auf internationalem Niveau mit

BDR-Kaderfahrer Michael Stocker und MTB-BNS am 13./14. Juli 2019 in St. Ingbert

Ende letzten Jahres wurde Michael Stocker in den MTB-Junioren-Kader des nationalen Radsportverbands BDR (Bund Deutscher Radfahrer) aufgenommen. Außerdem ist der Biker aus den Reihen der équipe vélo Oberland seit Anfang diesen Jahres Mitglied des Teams KTM Youngsters Bayern. Nach intensiver Saisonvorbereitung startete er in einigen gut besetzten Cross-Country-Rennen in Österreich und Südtirol in die Saison. Im Mai durfte der 17-Jährige auch bereits zwei Mal im Nationaltrikot in der Internationalen Junior-Serie auf die Jagd nach UCI-Punkten gehen. Je mehr man davon hat, desto besser ist man in der Start­aufstellung der internationalen Rennen platziert. Doch ist es anfangs schwer, wenn man in den großen Starterfeldern mit bis zu 150 Fahrern den Weg nach vorne suchen muss. So war Michi bei diesen ersten Einsätzen in der Internationalen Junior-Serie noch eher hinten platziert.

Doch je weiter die Saison voranschreitet, desto besser kommt der Holzkirchner in Schwung. Nach Rang 15 in der Internationalen MTB-Bundesliga in Gedern holte er sich eine Woche später den Bayerischen Meistertitel im Cross Country. Weitere sieben Tage später stand im nordbayerischen Wombach mit der Deutschen MTB-Meisterschaft der Saisonhöhepunkt auf dem Programm: Hier katapultierte er sich nach 1:21 Stunde Rennzeit auf Platz 6. „Mein per­sönliches Ziel war es, in die Top Ten zu fahren, daher bin ich super zufrieden,“ strahlte er.

Und dann waren auch die ersten UCI-Punkte fällig. Statt beim Heimrennen in Großhartpenning ging er im belgischen Houffalize an den Start und sackte als 10. erstmals zwei Punkte ein. Den zweiten Bayerischen Meistertitel (im Eliminator in St. Englmar) nahm er gerne noch mit, bevor am vergangenen Wochenende in St. Ingbert (Saarland) wieder die Internationale Junior-Serie anstand. Hier setzte er noch mal eins drauf: „Obwohl ich die letzte Woche nicht ganz fit war, konnte ich vom Start weg Plätze gut machen und die Ziellinie als 8. überqueren. Dieses Ergebnis bringt mir weitere 6 UCI-Punkte ein. Wie immer hat es sehr viel Spaß gemacht, in St. Ingbert zu fahren, denn die Strecke ist einfach perfekt gebaut und ähnelt einem Flow-Trail, ohne jedoch anspruchsvolle Abschnitte zu vergessen.“

Bei der gleichzeitig ausgetragenen Bundesnachwuchssichtung (BNS) gingen auch vier Vereinskameraden an den Start. Heuer werden in der U15 und der U17 die Deutschen Meistertitel zum ersten Mal an die Gesamtsieger der BNS vergeben, so dass auch hier die Punktejagd zählt. Beim sehr technischen Downhill-Slalom am Samstag wurde die Startauf­stellung für den Cross Country am Sonntag festgelegt. Michis Schwester Maresa punktete in der U15 mit den Plätzen 6 bzw. 9, obwohl sie Fieber hatte. Bei den U17-Burschen fuhr Moritz Rossner im Cross Country als 9. ebenfalls in die Top Ten, obwohl er beim Slalom gestürzt war (42.), Ben Rech erging es umgekehrt: Nach Platz 27 im Slalom fiel er im Cross Country wegen eines Plattens auf Platz 47 zurück. Simon Potstada leistet sich im Slalom als 36. einige Fehler, konnte sich aber im Cross Country noch auf Platz 22 nach vorne arbeiten.