Chris Eckart, Leonie Seufert und Christl Bielmeier im Salzkammergut gut platziert

Salzkammergut Trophy – Bad Goisern, 14./15. Juli 2018

Die Marathonbiker der équipe vélo Oberland lassen immer wieder mit tollen Leistungen auf­horchen. So zuletzt bei der beliebten Salzkammergut Trophy, die Chris Eckart sogar als Sieger seiner Altersklasse auf der langen Mittelstrecke beendete, während Leonie Seufert (U17) auf der Kurzstrecke und Christl Bielmeier (U19) auf der kurzen Mitteldistanz glänzten.

Chris Eckart, der – wie seit Saisonbeginn auch Christl Bielmeier – in den Farben des Zwillings­craft-Moonraker-Teams startet, nahm die 55 km lange, mit über 1800 hm und trickigen Downhill-Trails gespickte Strecke in Angriff. Nach seinem letztjährigen Ausflug auf die 210 km lange Ultradistanz kehrte er heuer bei perfekten äußeren Bedingungen zur kürzeren Distanz zurück. „Meine Leibgericht-Strecke, einfach wie für mich gemacht,“ strahlte er im Ziel, das er nach 2:47:52,3 Std. als Sieger der M30 erreichte. Der Sieger über alle Klassen lag nur 7 Min. und 3 Plätze vor ihm. Insgesamt kamen auf dieser Strecke knapp 200 Biker ins Ziel.

Leonie Seufert wäre gerne mit Christl Bielmeier auf der kurzen Mitteldistanz gestartet, durfte aber aufgrund ihres jungen Alters (U17) nur die Kurzstrecke in Angriff nehmen. Eine Einschrän­kung, die ihr letztendlich aber zupass kam, denn auch diese „erwies sich mit 22 km und 700 hm als ziemlich anstrengend. Nach 5 km leicht bergauf begann der eigentliche Berg, der sich bis km 12 zog.“ Mit regelmäßigem Tempo hielt sie sich hier als 2. ihrer Altersklasse, musste dann aber in den Bergab-Trails und durch einen kurzen Verfahrer ein paar Federn lassen, die sie auch auf dem letzten flachen Kilometer mit viel Druck auf dem Pedal nicht mehr wettmachen konnte. Das Ergebnis ist trotzdem beachtlich, denn sie wurde in der U17 beste Deutsche mit nur wenig mehr als einer Minute Rückstand auf das Podest. In der Gesamtwertung dieser Distanz bedeutete das Rang 7. unter knapp 120 Starterinnen.

Christl Bielmeier stieg nach dreiwöchiger durch ihre Schulabschlussprüfungen bedingten Pause wieder ins Renngeschehen ein. Sie wollte in der Ritchey-Challenge punkten und sich vor allem das mit rund 5000 Teilnehmern aus 40 Nationen größte MTB-Event der Challenge nicht entge­hen lassen. Trotz des Trainingsrückstands entschied sie sich, ihren bislang längsten Marathon zu bestreiten: 37,9 km mit 1114 hm. Vor allem die 1000er-Marke bei den Höhenmetern reizte sie. Schon beim Warmfahren deutete sich eine gute Form an und so lief es vor allem auf der ersten Streckenhälfte flockig dahin. „Nun geht es nur noch bergab – dachte ich – aber es kamen noch zwei knackige Anstiege, die ich aus dem Höhenprofil nicht abgelesen hatte, auch nicht in ihrer Länge. Sie kosteten ziemlich viel Kraft und jetzt hatte ich Bleifüße, zumal das Thermo­meter inzwischen mit über 32 Grad auch keine Wohlfühltemperatur mehr anzeigte.“ Doch sie zeigte sich kämpferisch und belegte schlussendlich – „superhappy“ – Platz 5 in der U19 und Platz 13 in der Damengesamtwertung, die auf dieser Distanz über 90 Finisher zählte.

In der Junior-Trophy zeigte Gioia Geyer in Bad Goisern als 6. der U11, dass sie den „Großen“ erfolgreich nacheifert.

Die Salzkammergut-Trophy gehört zur schon seit vielen Jahren ausgetragenen Ritchey-Challenge, die über die Saison verteilt 10 MTB-Marathons zählt. In der Challenge-Wertung sind Leonie, Christl und Jens van Vliet gemeldet. In der aktuellen Zwischenwertung, in der 4 der bisher 7 Rennen gewertet sind, belegt Leonie einen glänzenden 7. Rang, denn sie hatte bereits im April beim Marathon in Kempten die Juniorinnenwertung auf der Kurzstrecke gewonnen und Ende Juni in Pfronten Platz 3 bei den Juniorinnen belegt. Christl liegt aktuell auf Rang 12. Auch sie hatte auf der Kurzstrecke bereits in Kempten als 3. der Juniorinnen, in Angerberg als 2. der Damen, in Achenkirch als 2. der Damen und in Pfronten als 4. der Juniorinnen gepunktet. Fünf Mal konnte Jens van Vliet bisher Punkte sammeln. In Kempten, Angerberg, Achenkirch, Kirchberg und Pfronten platzierte er sich auf der Kurzdistanz bei den Junioren zunächst auf Rang 8, dann auf Rang 4 und 6 und zuletzt zweimal auf Rang 3. Da bei den Männern sehr viel mehr Langstreckler am Start sind, für die es mehr Punkte gibt, liegt er in der Zwischenwertung „nur“ auf Platz 90 (von 220 in Wertung).